Statemet zum Abschneiden der Uni Göttingen in der Exzellenzstrategie

Viele von euch haben es bereits mitbekommen:

In der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern ist unter den bundesweit 57 geförderten Forschungsclustern aus Göttingen nur der Cluster “Multiscale Bioimaging: From Molecular Machines to Networks of Excitable Cells” dabei. Den beteiligten Forscherinnen und Forschern aus der Medizin, Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und zwei Max-Planck-Instituten gratulieren wir an dieser Stelle und wünschen Ihnen viel Erfolg mit ihrer Forschung an diesem wichtigen Themengebiet!

Leider geht mit dieser Entscheidung jedoch einher, dass die Universität sich in der zweiten Runde der Exzellenzstrategie nicht auf den Titel als “Exzellenzuniversität” bewerben kann. Dies ist auch aus Studierendensicht bedauerlich, da mit diesem Titel eben nicht nur eine große Reputation, sondern auch viele Millionen an Fördergeld an die Uni gekommen wären, die zu einem Teil auch einer exzellenten Lehre hätten zugute kommen können.

Doch möchten wir nicht in das allgemeine Wehklagen und die Forderungen nach personellen Konsequenzen mit einstimmen, die nun unvermeidlich aus den verschiedensten Ecken laut werden.

Im Gegenteil: Wir sind froh, dass das ganze damit durch ist und der Universität Göttingen nun ein großer Konformitätsdruck genommen ist, denn das gibt ihr Raum um die weitere Entwicklung zu planen und hierbei auch mal Wege zu gehen, die man bei einer reinen Fokussierung auf den Exzellenzstatus vielleicht gescheut hätte.

Wir fordern von der Universität daher keine personellen, sondern viel mehr strukturelle Konsequenzen. Jetzt ist die Zeit, um mit allen Statusgruppen in einen breiten Dialog zu treten, was die Strategie der Uni sein soll, wie strukturelle Großprojekte wie die Systemakkreditierung oder die Stärkung digitaler Kompetenzen im Studium in Zukunft ausgestaltet werden soll und welche Großprojekte in Zukunft angegangen werden sollten. Eine massive Stärkung der Hochschuldidaktik und der Lehramtsausbildung könnte hier zum Beispiel ein Weg sein, den wir gehen könnten.

Fragen in der StuPa-Sitzung vom 6. Juli

In der Sitzung am 6. Juli haben wir folgende Fragen an den AStA gestellt. Hier stellen wir euch sinngemäß die Antworten vor.
Für Nachfragen oder Ergänzungen dürft ihr gern die Kommentarfunktion nutzen oder eine E-Mail an fraktion@nordcampus-goettingen.de schreiben.

  • Wie läuft die Vernetzung mit der neugegründeten Promovierendenvertretung?
    • Antwort: Die Vernetzung läuft eher auf der Senatsebene, in der Form, dass die Senatorin sich mit dem Sprecher der Promovierendenvertretung ausgetauscht hat. Weiterhin wurde diesem ein Teilnahme an der nicht-professoralen Senatsvorbesprechung eingeräumt.
  • In eurer Agenda schreibt ihr “Der AStA stellt sich entschieden gegen die neuen Zielvereinbarungen des niedersächsischen Bildungsministeriums, die durch Budgetreduzierungen zu einer Unterfinanzierung einiger Fakultäten führen könnten.”
    Wie ist da der bisherige Stand?

    • Antwort: Auf verschiedenen Ebenen laufen Gespräche, u.a. gibt es auch eine Vernetzung mit dem Vertreter des Landes im Stiftungsrat, das ist aber nichtöffentlich.
  • Außerdem schreibt ihr “Weiterhin wollen wir wieder mehr Studierende auf die Hochschulpolitik aufmerksam machen und in eine öffentliche, kritische Reflexion des derzeitigen Systems der studentischen Selbstverwaltung eintreten”.
    Es gab dazu ein “Auftakttreffen”. Was ist seitdem passiert?

    • Antwort: Beim Auftakttreffen herrschte Einigkeit, dass das StuPa nicht die Quelle des Problems ist und es bei einem StuRa-System kaum nennenswerte Vorteile gegenüber dem bestehenden System gäbe.
  • Ihr nennt in eurer Agenda das “Referat für Gleichstellung und Diversität” und ich kann mich auch noch gut daran erinnern, dass es in der konstituierenden Sitzung in der Befragung so genannt wurde. Nun ist es doch das “Referat für Gender und Diversity” geworden. Warum?
    • Antwort: Man hat diskutiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass “Gender” der passendere Begriff ist als “Gleichstellung”

Gründung

Am Dienstag, den 20.6. hat sich die Hochschulgruppe Nordcampus gegründet.
Wir möchten uns inhaltlich in die Hochschulpolitik einbringen und dabei besonders den Nordcampus stärker in den Fokus der Hochschulpolitik rücken.
Unser Ziel ist, dass Nord- und Zentralcampus in der Hochschulpolitik als vollkommen gleichberechtigte Campus der Universität angesehen werden.

Eine der Leitlinien unserer politischen Arbeit ist “Inhalte vor Repräsentanz”, das heißt, es geht uns nicht primär darum, in Gremien vertreten zu sein,
sondern darum, dass unsere Inhalte wahrgenommen und unsere Ziele durchgesetzt werden. Deshalb werden wir uns nicht mit machtpolitischen Spielereien aufhalten,
sondern konstruktiv mit allen hochschulpoitischen Akteuren, d.h. den Fachschaften, den uniweiten studentischen Gremien sowie weiteren Hochschulgruppen, zusammenarbeiten.

Innerhalb der nächsten Wochen werden wir ein ausführliches Papier veröffentlichen, welches unsere konkreten inhaltlichen Punkte darstellt.